Steuerberater

Grundsteuer-Update 2026: Besonderheiten beim System der Fortschreibungen

Zwischenzeitlich hat der BFH entschieden, dass die Grundsteuer (Bundesmodell) verfassungsgemäß ist. Allerdings ist die beispielsweise in Nordrhein-Westfalen vorgesehene Differenzierung der Hebesätze durch die Rechtsprechung in Frage gestellt worden, so dass geprüft werden muss, welche Konsequenzen in der Praxis zu ziehen sind.

Unsicherheiten ergeben sich in der Praxis der Grundsteuer häufig bei Änderungsmöglichkeiten von erteilten Bescheiden. Bedeutsam sind hierbei oft die verschiedenen Arten der Fortschreibung. Das gilt ebenso für die unterschiedlichen Anlässe und Fortschreibungszeitpunkte.
Das Seminar zeigt zusätzlich die bestehenden Anzeigepflichten und -fristen auf. Zudem hat die Finanzverwaltung die koordinierten Ländererlasse am 30. April 2025 überarbeitet. Inhaltlich ist hierbei insbesondere die erstmalige Aufnahme der Regelungen zum Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts betroffen. Allerdings sind auch Folgefragen geklärt worden, wie beispielsweise mit Praxisfragen zu Fortschreibungen umzugehen ist, wenn ein Sachverständigengutachten vorgelegt wurde.

SEMINARINHALT u. a.:
1. Konsequenzen aus der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen (differenzierende Hebesätze verstoßen gegen den Gleichheitssatz)
2. Konsequenzen aus der BFH-Entscheidung (Bundesmodell verfassungsgemäß)
3. Hauptfeststellung, Nachfeststellung, Aufhebung
4. Fortschreibung
• Wertfortschreibung, Wertgrenze
• Artfortschreibung
• Änderung der Nutzung
• Zurechnungsfortschreibung
5. Bestimmung der Fortschreibungszeitpunkte
• Änderung der tatsächlichen Verhältnisse
• Fortschreibung zur Fehlerbeseitigung
• Zusammentreffen mehrerer Fortschreibungsgründe
• Fälle des Fortschreibungsverbrauchs
6. Änderung von Feststellungsbescheiden
7. Neufassung der koordinierten Ländererlasse AEBewGrSt
• Abgrenzung von den Betriebsvorrichtungen
• Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts
• Sachverständigengutachten
• Erforderlichkeit eines Qualifizierungsnachweises
• Maßgeblichkeit von Kaufpreisen
• Bodenrichtwert bei unterschiedlichem Entwicklungszustand
• Ferienhäuser – Wohn- oder Nichtwohnnutzung
• Wochenendhaus als Einfamilienhaus
• Liste der abgeleiteten Gebäudearten beim Sachwert

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Seminardetails

Bezeichnung
WEB 868
Termine
25.09.2026, 09:00 - 12:00 Uhr
Seminarort
Online
Gebühr *
255 €
ermäßigt: 170 €
* Die Teilnahme kann im Rahmen eines Wissenspakets oder einer Seminar-Flat kostenfrei sein (außer WOS und WS), sonst gilt die angegebene Gebühr (ermäßigt bei gebuchtem Wissenspaket). Änderungen vorbehalten

Weitere Informationen

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