VOM TEILNEHMER ZUM PARTNER – EINBLICKE VON GERWIN SCHLEGEL
Vom INFO-Teilnehmer zum Partner bei RGJ und fachlichen Leiter der INFO: Dipl.-Fw. Gerwin Schlegel, StB weiß, worauf es bei steuerlicher Weiterbildung ankommt.
Im Interview spricht er über seinen Fachbereich, die Umsatzsteuer, Seminarpraxis – und warum der persönliche Austausch manchmal genauso wichtig ist wie das Fachliche.
info-Steuerseminar (nachf. iSt): Herr Schlegel, Sie haben Ihre Steuerberaterausbildung im Jahr 2009/10 selbst bei der INFO gemacht – erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Seminar bei uns?
Gerwin Schlegel (nachf. Schlegel): Der Grandseigneur persönlich, Herr Klaus-Reiner Jarosch ließ es sich damals niemals nehmen, unsere kleine Gruppe von angehenden Steuerberatern warmherzig und aufmunternd zu begrüßen. Gerne erinnere ich mich mit ein wenig Nostalgie an die weiteren Haudegen rund um die Herren Gärtner und Löschke zurück.
iSt: Die Umsatzsteuer ist Ihr fachliches Steckenpferd – was fasziniert Sie daran und welche aktuellen Entwicklungen sollten Kanzleien derzeit besonders im Blick
behalten?
■ Schlegel: Die Umsatzsteuer findet sich in jeder Ecke und die Neuerungen bilden das relevante Wirtschaftsgeschehen gut ab. Die aktuellen Themen drehen sich
um Onlinehandel, Apps, Onlineplattformen, Pflegeleistungen, Gutscheine, Vermeidung von Missbrauch und wie man am ermäßigten Steuersatz in der Gastronomie sieht – auch an handfester Interessenpolitik.
Gute Seminarinhalte helfen im Kanzleialltag
und bleiben dauerhaft hängen.
iSt: Haben Sie einen Tipp, wie man im Kanzlei-Alltag den Überblick über Gesetzesänderungen, BMFSchreiben und neue Regelungen behält – und diese
rechtzeitig umsetzt?
■ Schlegel: Der beste Tipp lautet natürlich, die INFO-Steuerseminare von meinen kompetenten Mitreferenten und mir zu verfolgen.
iSt: Sie sind federführend an der Erstellung der Seminarunterlagen für das „Aktuelle Steuerrecht“ beteiligt. Wie gelingt es Ihnen, aus der täglichen
Informationsflut die wirklich relevanten Inhalte herauszufiltern und für die Teilnehmenden verständlich und praxisnah aufzubereiten?
■ Schlegel: Durch den nahtlosen Austausch mit Kollegen, Mandanten und unseren aufgeschlossenen Teilnehmern bleibt man am Ball und entwickelt gemeinsam mit unserem Autorenteam ein Gespür, welche Themen relevant
sind und es in die Serie schaffen. Jedem Redaktionsschluss wohnt ein kleiner Moment des Glücks inne, dass die „Schwarmintelligenz“ unseres verlässlichen Autorenteams ordentlich was auf die Beine stellt.
iSt: Und was macht aus Ihrer Sicht gute Seminarinhalte heute aus? Worauf legen Sie bei der Konzeption besonders Wert?
■ Schlegel: Gute Seminarinhalte helfen im Kanzleialltag und bleiben dauerhaft hängen. Wegen der Informationsflut ist mir die Filterung und die anschauliche
Aufbereitung eine Herzensangelegenheit. Viel wichtiger als jedes Konzept sind allerdings die Referenten, die in den Ring steigen und ordentliche Rahmenbedingungen für den Vortrag.
Zum Glück können wir hier mit unserem Experten-Team aus den Vollen schöpfen.
iSt: Wer Sie kennt, weiß: Fachlichkeit ist das eine – eine gewisse Nähe zu Schützenfesten, Karneval und guter Stimmung gehört aber auch dazu. Wie wichtig
ist aus Ihrer Sicht die zwischenmenschliche Seite in
der Kanzlei und im Seminarumfeld?
■ Schlegel: Der brauchtumsaffine Rheinländer schätzt von Natur aus den Austausch mit Menschen sowohl im Beruflichen wie auch im Privaten. Nicht nur das Steuerrecht wird dadurch viel lebendiger. Von daher bin ich auch sehr glücklich, regelmäßig auf unseren Wochenendseminaren mit anderen Steuerliebhabern tiefer ins Gespräch kommen zu dürfen.
iSt: Zum Abschluss: Was motiviert Sie persönlich an Ihrer Rolle als Referent und fachlicher Leiter – und worauf freuen Sie sich bei den kommenden Seminarreihen
besonders?
■ Schlegel: Das Schöne als Referent und Autor ist doch, dass man nie weiß, was die Regierung, die Richterbank und die Finanzverwaltung als nächstes aushecken. Die Themen der letzten Jahre rund um Corona, die Erbschaftsteuer oder die Grundsteuerreform konnte sich doch auch niemand zuvor in den wildesten Träumen ausmalen. Das „Tagesschaufeeling“ bleibt uns allen daher erhalten.
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